Neil Gaiman

Sandman

Band 10: Das Erwachen
Cover: Sandman
Panini Comics, Hamburg 2010
ISBN 9783866079175
Kartoniert, 26 Seiten, 24,95 EUR

Klappentext

Der König der Träume ist tot - lang lebe der König der Träume! Und nun kommen alte Götter, Freunde und Feinde zusammen, um ihm die letzte Ehre zu erweisen und sich zu erinnern bei der seltsamsten Totenwache aller Zeiten. Die Echos dieses Todes hallen wider: Sie erreichen einen Mann, der nicht sterben will, und einen chinesischen Weisen, dessen Weg ins Exil ihn durch eine Wüste der Träume führt. Und am Ende seines Lebens erfüllt William Shakespeare seinen Teil einer sehr ungewöhnlichen Abmachung.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.07.2010

Als Fan der amerikanischen Horror-Fantasy-Serie "Sandman", die zwischen 1986 und 1996 erschien, gibt sich Christoph Haas zu erkennen, und er bejubelt ausgiebig, dass sie nun mit dem zehnten Band endlich auch vollständig auf Deutsch vorliegt. Während die Zeichnungen alles andere als herausragend sind, wie der Rezensent nicht hinter den Berg hält, sind es die Geschichten von Neil Gaiman, die Haas so in Begeisterung versetzen. Voller Anspielungen an klassisches Bildungsgut von antiker Mythologie bis zur englischen Hochliteratur seien die Geschichten um die geheimnisvolle Figur des "Sandman", die bereits in den 1940ern erfunden wurde, aber erst bei Gaiman zum vielschichtigen, melancholischen Beobachter entwickelt wird, wie uns der Rezensent erklärt. Haas gibt zu, dass der letzte jetzt publizierte Band nicht der beste ist und hier sogar Kitsch und "mythisches Geraune" dräuen. Der Schluss aber macht diese Schwäche vollkommen wett, versichert er, und so lässt er sich seine Freude an der vollständigen Serie auch nicht eintrüben.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.06.2010

Riesig im Umfang und riesig bedeutend für den Comic an sich findet David Gern Neil Gaimans 75 Hefte umfassende Geschichte über den Herrscher der Träume. In insgesamt zehn Sammelbänden nun auch für deutsche Leser erhältlich, verzaubern Gaimans durch verschiedene Zeichenstile entworfene Traumlogik, seine gern gebrochenen, doch stets liebevoll gezeichneten Charaktere und seine menschliche, allzumenschliche Götterwelt den Rezensenten vom Fleck weg. Der nun vorliegende letzte Band schafft es laut Gern nicht nur, Mythen und Alltag miteinander zu verweben, Gaiman gelingt es auch, den Alltag mythologisch aufzuwerten. Besonders reizvoll erscheint Gern, dass sich die Entwicklung des Autors als Erzähler von Themen wie Einsamkeit, Macht und Endlichkeit am Verlauf der Geschichte ablesen lässt.
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