Neil Gaiman

Der Ozean am Ende der Straße

Roman
Cover: Der Ozean am Ende der Straße
Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2014
ISBN 9783847905790
Gebunden, 240 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Hannes Riffel. Es war nur ein Ententeich, ein Stück weit unterhalb des Bauernhofs. Und er war nicht besonders groß. Lettie Hempstock behauptete, es sei ein Ozean, aber ich wusste, das war Quatsch. Sie behauptete, man könne durch ihn in eine andere Welt gelangen. Und was dann geschah, hätte sich eigentlich niemals ereignen dürfen.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.11.2014

Ulrich Greiner wundert sich, dass sich noch niemand an der miserablen Übersetzung von Neil Gaimans "Der Ozean am Ende der Straße" gestört hat - nicht, dass der Rezensent das Original lobte: das Buch sei insgesamt nicht gut geschrieben, findet Greiner, jedenfalls sei es keinesfalls das "poetische Juwel", das Daniel Kehlmann auf dem Umschlag der deutschen Ausgabe verspricht. Hannes Riffels Übersetzung scheint den Rezensenten aber ernstlich erzürnt zu haben. Riffel werfe wild Konjunktiv I und II durcheinander, man merke dem Text noch viel zu sehr seinen englischsprachigen Ursprung an, und es wimmele von sperrigen Formulierungen und handfesten Fehlern, die ein ordentliches Lektorat hätte beseitigen können und müssen, so Greiner.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.10.2014

Rezensentin Felicitas von Lovenberg möchte dieses Buch von Neil Gaiman lieber nicht einordnen. Ob Roman, Novelle oder Märchen, ob für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene - ist nicht wichtig, findet sie, wenn ein Text derart gefangennimmt, derart den Leser verzaubert, dass er die Vertrautheit des Erzählers und eines 7-Jährigen mit allem, auch mit allem jenseits der Realität, einfach akzeptiert. Das Resultat ist für Lovenberg ein Buch reich an unvergesslichen Szenen, Szenen, die von einer Bedrohung künden, tief in der Familiengeschichte des Jungen vergraben. Gebannt erkennt Lovenberg, wie nah der Text dem Unterbewussten ist, viel näher als der Wirklichkeit, und dass sie das Surreale bei Gaiman als so selbstverständlich zu nehmen bereit ist wie die Realität.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 04.10.2014

Ganz und gar erstaunlich findet Rezensent Hannes Stein dieses preisgekrönte Buch von Neil Gaiman. Um was es sich eigentlich handelt, vermag Stein allerdings nicht zu sagen, nur ein Kinderbuch ist es mit Sicherheit nicht, meint er, auch wenn viel von der Kindheit des Autors in die Geschichte über einen Jungen eingeflossen ist, der Bücher liebt und Monstern und Nornen begegnet. Geheimnisvoll nennt Stein den Text, mythisch, geschrieben von einem raffinierten Autor. Und nicht zu vergessen, erklärt Stein: Alles Böse, was hier geschieht, ist nicht wirklich böse, nur schaurig, aber tröstlich dabei, versichert er.
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