Aus dem Amerikanischen von Kristian Lutze und Pauline Kurbasik. Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr. Niemand glaubte, dass es so weit kommen würde. Doch als Alyssa an einem heißen Junitag den Wasserhahn aufdreht, passiert nichts. Es kommt nicht ein Tropfen. Auch nicht bei den Nachbarn. In den Nachrichten heißt es nur, die Bewohner Kaliforniens sollen sich gedulden. Aber als das Problem nicht nur mehrere Stunden, sondern Tage bestehen bleibt, geduldet sich niemand mehr. Die Supermärkte und Tankstellen sind auf der Jagd nach Wasser längst leer gekauft, selbst die letzten Eisvorräte sind aufgebraucht. Jetzt geht es ums Überleben. Neal und Jarrod Shusterman zeigen auf beängstigende Weise, wie schnell jegliche Form von Zivilisation auf der Strecke bleibt, wenn Menschen wie du und ich von heute auf morgen gezwungen werden, um den nächsten Schluck Wasser zu kämpfen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.08.2019
Eva-Maria Magel pfeift auf den Stil in Neal und Jarrod Shustermans dystopischem Roman über Kalifornien in Wassernot. Die brandaktuelle Geschichte um eine Handvoll Jugendlicher, die den "Tap-Out" erleben, das Abdrehen der Mangelware Wasser von einer Minute auf die nächste, und was das mit den Menschen macht, packt sie auch so bei den Nerven. Wie der Autor gesellschaftliche Fragen anreißt, die Perspektive zwischen seinen jungen Helden wechselt und in einprägsamen Bildern zeigt, wie die Leute zu "Wasserzombies" werden, findet Magel so finster wie unterhaltsam.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 08.05.2019
Apokalypse hoch zwei! Rezensentin Manuela Kalbermatten bespricht zwei Jugendbücher zur Klimakatastrophe, die das Thema so dystopisch aufgreifen, wie es derzeit angesagt ist. In "Dry" von Neal und Jarrod Schusterman leidet die Erde infolge des Klimawandels unter extremer Dürre. Um an Wasser zu kommen, werden die Menschen zu wilden Tieren. Nur eine kleine Gruppe von Teenagern scheint nach einer echten Lösung zu suchen. Das ist alles ganz spannend erzählt, findet Kalbermatten, aber politisch eher unbedarft: Dass ein paar Jugendliche die Welt retten, erscheint ihr doch eher unwahrscheinlich.
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