Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2026
ISBN
9783451037016 Broschiert, 240 Seiten, 22,00
EUR
Klappentext
Unsere Erde ist ein Wasserplanet. Drei Viertel sind von Wasser bedeckt. Wasser existiert in vielen Formen, ob als Meer, Fluss, See oder als Wolke. Und es ist der Ursprungsort allen Lebens, ein wichtiger Energieträger sowie die wesentliche Voraussetzung für unsere Ernährung. Jedoch scheint es das Ziel der Menschheit zu sein, sich dieser Lebensgrundlage zu entledigen. Nicht zuletzt durch den Klimawandel verschärfen wir den Wassermangel. Das Wasser schwebt in großer Gefahr - und es wehrt sich gegen uns mit Dürren, Überschwemmungen, Starkregen oder Trinkwassermangel. In seinem neuen Buch zeigt der Klima- und Ozeanforscher Mojib Latif, in welche Gefahr sich die Menschheit begibt. Und wie sie sich eine lebenswerte Zukunft erhalten kann.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 20.07.2026
Als "Pionier der Klimaforschung", wie Kritikerin Claudia Decker betont, hat der Forscher Mojib Latif nun ein Buch über Wasser geschrieben, das so gut verständlich wie informativ ist. Und hier gibt es wirklich Grund für Alarm: Die Menschen beschwören mit ihrem Verhalten Naturkatastrophen geradezu herauf, gleichzeitig sind Flüsse wie der Colorado River quasi kurz vor dem Austrocken, lesen wir, was nicht nur Wasser-, sondern in Folge dessen auch die Stromversorgungen in Gefahr bringt. Auch in Deutschland geht seit dem Jahr 2000 jährlich ungefähr die Menge des Bodensees an Grundwasser verloren, erfährt Decker geschockt. Latif klärt auf und klagt an - Regierungen, die, wie die deutsche, seit Jahrzehnten ignorieren, was da auf uns zukommt. Konkrete Handlungsempfehlungen hat er nicht, aber die Warnung, dass wir handeln müssen wird hier sehr deutlich, schließt die Rezensentin.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 19.06.2026
Rezensent Günther Wessel lernt eine Menge über Wasserkreisläufe mit dem Buch des Klimaforschers und Meereskundlers Mojib Latif. Warum Wasser so kostbar ist und immer wertvoller wird, erklärt ihm der Autor auch und liefert dafür handfeste Belege. Dass es bei uns und überall auf der Welt trockener wird und unser Konsum dazu beiträgt, erläutert Latif laut Wessel eindringlich und überzeugend. Die Ballung der Fakten erscheint dem Rezensenten mitunter erdrückend, auch wenn vieles davon bekannt ist. Die Empörung des Autors findet er verständlich, aber beim Lesen etwas hinderlich. Lieber wären ihm konkrete Lösungsideen gewesen. Hier bleibt der Autor leider zu allgemein, bedauert Wessel.
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