Aus dem Japanischen von Christoph Langemann. Der 23-jährige Sanshir kommt um 1900 zum Studium aus der Provinz nach Tokyo, wo er eine Welt kennen lernt, die ihm fremd ist: hektisch, unverbindlich und spannend zugleich. Aufgewachsen in einem festen und traditionsbewussten Familienverband kommt Sanshir mit revolutionären Gedanken in Berührung, die ihn faszinieren und sein Weltbild umkehren und mit Frauen. Aber neben dem modernen Individualismus und seiner neu erlangten Freiheit spürt Sanshir zum ersten Mal in seinem Leben Einsamkeit und erfährt, was es bedeutet, auf sich allein gestellt zu sein.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.09.2010
Steffen Gnam hat sich mit Natsume Sosekis Roman "Sanshiros Wege" ein klassisches Werk der japanischen Moderne vorgenommen. Der 1908 zuerst erschienene Band ist Teil einer Trilogie und erzählt von einem Studenten, der aus der Provinz nach Tokio kommt. Für den Rezensenten wird im Roman eindrücklich die "Desorientierung als Lebensgefühl" beschworen, und mit den Parallelwelten von Heimatort, Universität und Großstadt, in die der Student eintaucht, die "Ängste" des modernen Japans evoziert.
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