Herausgegeben und Vorwort von Stephan Berg, Ellen Seifermann, Els Barents, Texte von Stephan Berg, Naoya Hatakeyama, Charlotte Cotton. Mit 79 farbigen Abbildungen. Naoya Hatakeyama gehört zu den bedeutendsten japanischen Fotokünstlern der Gegenwart. Er hat ein vorwiegend architekturbezogenes Werk entwickelt, das von einem nahezu archäologischen Interesse geleitet wird. Seinen Arbeit umfasst zum einen die Serien zu Landschaften und Architekturen von Kalksteinwerken "Lime Work" und "Lime Hill" (1987-1992), die teilweise wie Mondlandschaften oder urzeitliche Szenerien wirken. Dazu kommen die "Underground"-Serien der späten neunziger Jahre, in denen Hatakeyama die urbane Tektonik in einer vertikalen fotografischen Bewegung vom Luftraum bis in die Tiefen der bühnenhaft ausgeleuchteten Kanalistation verfolgt. Parallel dazu zeigt sich in den stets seriell angelegten Arbeiten ein horizontales Prinzip, in dem sich der Zeitaspekt als weiteres wichtiges Element in seiner Arbeit ausdrückt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 11.05.2002
Der japanische Fotograf Naoya Hatakeyama hat einen hervorragenden Ruf, bisher aber, meint Ulf Erdmann Ziegler, vor allem unter Experten und Kollegen. Er fotografiert, summiert der Rezensent, "alles, was konstruktiv und stofflich ist, den Tagebau, die Städte, und die Kanäle darunter". Eröffnet wird der Band, der der erste europäische Katalog von Werken Hatakeyamas ist, mit einer Fotoserie über japanische Kalkwerke. Ebenso beeindruckend aber findet Ziegler das "Diptychon", das ein intaktes, aber seltsam besiedeltes Stadion auf der einen, das abgerissene Stadion auf der anderen Seite zeigt. Nicht minder faszinierend scheinen ihm die Bilder aus der englischen "Modellsuburbia Milton Keynes" und insgesamt wagt er zu prophezeien, dass Hatakeyamas "Durchbruch zum großen Publikum" unmittelbar bevorstehen dürfte.
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