Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 27.04.2005
Ulf Erdmann Zimmer ist zuversichtlich, dass Mona Kuhns "Photographs" in Deutschland ihr Publikum finden werden. Eines, das die Bilder einer "sanften Botin der Anti-68-Restauration" zu schätzen weiß, so sein beißender Kommentar. In diesen Fotos, "quadratischen, lichtdurchfluteten Bilder von Körpern", inszeniert in "Fühlmichwohl", kann er bei aller ausgestellter Nacktheit nicht mehr entdecken, als den Abdruck eines spießigen Puritanismus. Es handelt sich um Schwarz-Weiß-Fotografien, weichgezeichnete Körper hinter scharfen Details im Vordergrund, meist Händen. Nun spricht Erdmann Ziegler der Künstlerin zwar weder technische Ausgefeiltheit noch einen eigenen, markanten Stil ab, sieht sie jedoch, wenn wir ihn recht verstehen, befangen in einer Welt bürgerlichen Wohlstands: "Im Off eines jeden Bildes hört man das Klacken einer Mercedstür."
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