Renate von Mangoldt

Autoren

Fotografien 1963-2012
Cover: Autoren
Steidl Verlag, Göttingen 2013
ISBN 9783869305264
Gebunden, 543 Seiten, 38,00 EUR

Klappentext

Interviewer: Felicitas Hoppe. "Walter Höllerer war der erste Autor, den ich fotografierte. Aber nicht nur deshalb steht er in meinem Buch auf der ersten Seite, sondern weil ich ihm meine Existenz als Schriftstellerfotografin verdanke. Er holte mich 1964 ins Literarische Colloquium Berlin, und von da an war mein Umfeld das der Literatur." - So beschreibt Renate von Mangoldt den Beginn ihrer Arbeit als Autorenfotografin. Fünfzig Jahre hat sie als Zeitzeugin ihr künstliches Auge auf die Welt der Literatur gerichtet; längst haben sich ihre Schwarzweiß-Aufnahmen von Schriftstellern und Schriftstellerinnen dem visuellen Gedächtnis eingeschrieben. Nun ist ein Buch entstanden, ein Kaleidoskop von Bildern aus der Zeit von den 1960er Jahren bis heute: Porträts, Schnappschüsse, Gruppenaufnahmen, Veranstaltungsfotos - und im Mittelpunkt stehen immer die Literaturschaffenden. Es ist ein einzigartiges Archiv der deutschen Literatur.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 10.08.2013

Renate von Mangoldts Bildband mit Porträts von Autoren hat Ulf Erdmann Ziegler sichtlich gefallen, zumal er auch Porträts von sich darin entdeckt hat. Eingehend berichtet er über seine Begegnung mit der Fotografin und philosophiert über die entstandenen Fotos, die sich auch in dem Band finden. Ebenso eingehend berichtet er sodann von seiner Begegnung mit dem Fotografen Benjamin Katz. Gegen den Trend jüngerer Schriftsteller, Verlage mit privaten Fotos zu versorgen, möchte er auf die Kunstfertigkeit von spezialisierten Schriftstellerfotografen nicht verzichten. Denn, wie der vorliegende Band mit seinen Schwarz-Weiß-Fotografien von Schriftstellern aus den letzten fünf Jahrzehnten für den Rezensenten belegt: das Ergebnis spricht für sich.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.04.2013

Als Institution des Literaturbetriebs bezeichnet Hubert Spiegel Renate von Mangoldt, deren angenehm zurückhaltend ins Bild gesetzte Autorenfotografien aus 50 Jahren der Band versammelt, ein Gespräch mit der Fotografin und persönliche Erinnerungen inklusive. Dass es hier nicht einfach um 500 Porträts geht, sondern um ein halbes Jahrhundert Literaturgeschichte, macht Spiegel unmissverständlich deutlich. Und mehr noch: Sieht Grass hier nicht aus wie Peppone, Walser wie Jürgen Klopp? Spiegel staunt, wie nah Mangoldt ihren Motiven kommt, ohne distanzlos zu sein, wie unterhaltsam die Bilder wirken, ohne inszeniert zu sein.

Beliebte Bücher

Angelika Klüssendorf. Trost - Roman . Piper Verlag, München, 2026.Angelika Klüssendorf: Trost
2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich…
Szczepan Twardoch. Sehnsucht - Roman. Rowohlt Berlin Verlag, Berlin, 2026.Szczepan Twardoch: Sehnsucht
Aus dem Polnischen von Olaf Kühl. Erwin Piontek, Bergmann im Ruhestand, geht seinen Lebenstraum - eine Weltumseglung - bescheiden an: im Boot auf einem Stausee. Doch während…
Christine Wunnicke. Wachs - Roman. Berenberg Verlag, Berlin, 2025.Christine Wunnicke: Wachs
Schauplatz ist Frankreich im 18. Jahrhundert, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre. Und es lieben sich zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Marie…
Petra Morsbach. Orion - Roman . Penguin Verlag, München, 2026.Petra Morsbach: Orion
Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…