Aus dem Schwedischen von Sigrid Engeler. Das Judentum, der Israel-Palästina-Konflikt und das Weiterleben nach Auschwitz bilden den Rahmen für Cordelia Edvardsons Berichte von der Grenze. Man findet die "kleinen Schauplätze" der Einzelschicksale ebenso wie die großen politischen Fragen. Sie betont das Existenzrecht für beide Staaten, Israel und Palästina, und hält mit guten Gründen an der Möglichkeit einer Versöhnung fest. Ihre eigene Erfahrung mit der Shoa und die jahrzehntelange Tätigkeit als Korrespondentin in Israel verleihen ihrer Stimme besonderes Gewicht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.07.2010
Sehr ehrfurchtsvoll berichtet Rezensentin Christina Rietz von diesem Buch und seiner Autorin Cordelia Edvardson, die als Tochter eines jüdischen Vaters in die Konzentrationslager Theresienstadt und Auschwitz deportiert wurde, nach dem Krieg nach Schweden ging und von 1973 bis vor einigen Jahren in Israel lebte. Rietz preist ihre scharfen politischen Analysen, allerdings ist es nicht ganz einfach, nun genau zu sagen, worin sie bestehen. "Leid veredelt nicht", zitiert Rietz Edvardson, die dies aber nicht auf die Israelis münzt, sondern eben auf die Palästinenser. Auch erfährt Rietz, warum Palästinenser nicht Tod den Israelis, sonder Tod den Juden rufen: man dürfe Israel ja nicht anerkennen.
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