Die Geschichte der Sklaverei wird in diesem Handbuch erstmalig in globalgeschichtlicher Perspektive systematisch dargestellt. Ausgangspunkt ist ein Verständnis von Sklaverei als Kapitalisierung menschlicher Körper. Analysiert werden die unterschiedlichsten Typen der Sklaverei - auf allen Kontinenten, in ihrer jeweiligen Benennung und in ihrem historischen Kontext. Auf breiter empirischer Basis entsteht auf diese Weise eine Geschichte der Sklaverei, die circa 10.000 vor Christus begann und bis in die heutige Zeit andauert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.08.2013
Anerkennend äußert sich der Afrika-Historiker Andreas Eckert über Michael Zeuskes Handbuch der Sklaverei. Dem Historiker gelingt es seines Erachtens, dem hohen Anspruch einer systematischen Globalgeschichte der Sklaverei gerecht zu werden. Zeuskes methodischer Ansatz einer Verknüpfung von mikrohistorischen mit globalen Perspektiven erachtet er als sinnvoll, um den höchst komplexen Thema gerecht zu werden. Auch der Verzicht auf eine Definition der Sklaverei im Singular findet Eckert plausibel. Er attestiert dem Autor, eine Fülle von Themenbereichen - unter anderem Sklavereien und Recht, Islam und Sklaverei, Sklaverei in Europa - eindrucksvoll zu behandeln. Allerdings scheint dem Rezensenten die Lektüre keine leichte Kost. Lesern, die mit der Materie noch nicht vertraut sind, wird es seiner Ansicht nach nicht leicht fallen, dem Historiker zu folgen, da dessen Ausführungen durchaus voraussetzungsreich seien. Nichtsdestoweniger würdigt er das Werk als "wichtigen Akzent" in der deutschsprachigen Sklavereiforschung.
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