Aus dem Amerikanischen von Henriette Zeltner-Shane. In diesem Buch folgt Clint Smith den Spuren des transatlantischen Sklavenhandels von New Orleans bis nach Monticello und zum berüchtigten Angola Prison - historischen Stätten Amerikas, die von der Geschichte der Sklaverei erzählen. Doch die Wahrheit über das dort erlittene Unrecht ist unter vielen Schichten von Legenden und Zuschreibungen verschüttet. Smith führt uns vor Augen, wie eng alltägliche Orte, Feiertage und sogar ganze Stadtteile bis heute mit diesem gewaltsamen Kapitel der amerikanischen Geschichte verflochten sind und so noch immer die Gegenwart prägen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 21.06.2022
Bewegt liest Rezensent Carsten Hueck das Sachbuchdebüt des amerikanischen Journalisten und Dichters Clint Smith. Reportagenartig begibt der Autor sich dabei an neun essenzielle Orte der amerikanischen Geschichte, wie Liberty Island oder die Farm, auf der Thomas Jefferson, einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten, Sklaven anstellte, resümiert der Rezensent. Dabei beschreibe der Autor ausführlich die damals herrschenden Verhältnisse, erläutert eigene Eindrücke der heutigen Atmosphäre an den Orten und lässt ebenso Menschen zu Wort kommen, die mit jenen Orten in Verbindung stehen. Für Hueck entsteht dadurch eine "vielstimmige Verschmelzung von Gegenwart und Vergangenheit", die ihm einprägsam die noch heute starken Einflüsse der Sklaverei auf Schwarze Menschen in den USA vermittelt. So sei dieser Band letztendlich Identitätsfördernd sowohl für den Autor selbst als auch für seine LeserInnen, stellt Hueck fest.
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