1498, rund um den Indischen Ozean: Die expandierenden europäischen Mächte Portugal, Spanien, die Niederlande, England versuchen ihren Anteil an Märkten, Rohstoffen und Schätzen auszubauen. Zur Ausbeutung und Verarbeitung dieser Schätze aber bedurfte es Arbeitskräfte im großen Stil: Sklaven. Michael Mann gelingt erstmals eine Gesamtschau aller Aspekte der südostasiatischen Sklaverei. Dabei legt er nicht nur eine fundierte Zusammenfassung zum heutigen Stand der Forschung dar, sondern untersucht wirtschafts-, sozial- und kulturhistorisch die Besonderheiten des Kulturraumes um den Indischen Ozean und dessen Zusammentreffen mit den großen Kolonialmächten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.02.2012
Im Gegensatz zum atlantischen Menschenhandel sieht Rezensent Andreas Eckert die Sklaverei im Raum des Indischen Ozeans noch wenig erschlossen. Seiner Berliner Kollege, der Historiker Michael Mann, schließt daher in Eckerts Augen eine Lücke, wenn er sich nun zumindest der von den europäischen Kolonisatoren betriebenen Sklaverei in Indien und Ostafrika widmet (der arabische Menschenhandel spielt in dem Band keine Rolle). Was Eckert dem Buch unter anderem entnimmt, ist, dass die Versklavung der Menschen im Indischen Raum viel länger andauerte als im atlantischen Raum, und dass sie hier erst abgeschafft wurde, als wirtschaftliche Notwendigkeiten dies erzwangen. Eine Studie, die Eckert gefällt.
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