Michael Lüders

Iran: Der falsche Krieg

Wie der Westen seine Zukunft verspielt
Cover: Iran: Der falsche Krieg
C. H. Beck Verlag, München 2012
ISBN 9783406640261
Kartoniert, 208 Seiten, 14,95 EUR

Klappentext

Es scheint alles so klar und einfach zu sein: Auf keinen Fall dürfen die fanatischen Mullahs in Teheran in den Besitz der Atombombe gelangen. Lenken sie nicht ein, müssen sie eben die Konsequenzen tragen. Bis hin zum Krieg. Welche Beweise aber gibt es, dass der Iran tatsächlich nach Atomwaffen strebt? Und geht es in diesem Konflikt allein um die Bombe? 2003 führten die USA ihre "Koalition der Willigen" in einen Krieg mit dem Irak. Doch von den Massenvernichtungswaffen Saddam Husseins fehlt bis heute jede Spur. 2012 droht ein Angriff auf den Iran - aus ähnlichen Gründen. Läuft der Westen Gefahr, innerhalb weniger Jahre zum zweiten Mal den falschen Krieg zu führen?

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.04.2012

Leider keine Science-Fiction, was Franziska Augstein in diesem, wie sie findet, äußerst wichtigen Buch des Nahost-Experten Michael Lüders lesen muss: Der Irankrieg steht bevor und er wird weltweit katastrophale Folgen haben, von denen die Ölpreiserhöhung die harmloseste darstellt. Wie es dazu kommen musste, erläutert Augstein, indem sie die Argumentation des Autors anreißt. Von den Interessen und Beutezügen der Großmächte GB und USA in Persien und später im Iran, berichtet Lüders, von gezielter Destabilisierung, von Manipulation und Verständigungsverhinderung. Deutsche Interessen, weiß Augstein spätestens nach dieser Lektüre, werden im Fall eines Kriegs im Iran gewiss nicht verteidigt.
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