Stephen Grigat (Hg.), Simone Dinah Hartmann (Hg.)

Der Iran

Analyse einer islamischen Diktatur und ihrer europäischen Förderer
Cover: Der Iran
Studien Verlag, Innsbruck 2008
ISBN 9783706545990
Gebunden, 292 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

Dieser Band versteht sich als Einspruch gegen die indifferente Haltung großer Teile der europäischen Öffentlichkeit: gegenüber dem Terror gegen die iranische Bevölkerung und der Vernichtungsdrohung gegen Israel seitens der Teheraner Mullahs. Zum einen geht es um eine Analyse und Kritik der islamischen Diktatur im Iran. Zum anderen geht es um das Verhältnis Europas und insbesondere Deutschlands und Österreichs zu Teheran. Während sich die meisten aktuellen Publikationen zum Thema Iran auf das Atomprogramm konzentrieren, stellt der Band die Diskussion über das iranische Nuklearprogramm in den breiteren Kontext einer Analyse der iranischen Diktatur in Geschichte und Gegenwart. Das Verhalten Österreichs und Deutschlands gegenüber dem Iran wird vor dem Hintergrund der vergangenheitspolitischen Debatten in diesen Ländern diskutiert.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 21.04.2009

Zur besseren Orientierung über die Debatte um Barack Obamas Iran-Politik empfiehlt Micha Brumlik in der taz ein Buch aus dem vergangenen Jahr. Der von Stephan Grigat und Simone Dinah Hartmann herausgegebene Sammelband ist für Brumlik schlicht das Beste, was zu diesem Thema in deutscher Sprache zu haben ist. Bestechend und als Diskussionsgrundlage unverzichtbar findet der Rezensent die nüchterne Darstellung des diktatorischen Regimes im Iran. Über die in den Beiträgen mit wissenschaftlicher Strenge erörterte Sachlage, die Bedrohung Israels durch das iranische Nuklearwaffenprogramm, die katalysatorische Funktion Deutschlands und Frankreichs und die ambivalente Rolle der internationalen Atomaufsicht dabei, liest er mit Bestürzung. Am Ende steht ihm die diplomatische Offensive der neuen US-Regierung als "unbegründete Hoffnung" vor Augen.
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