Mit einem Nachwort von Hanno Loewy. Nur etwas mehr als sechs Minuten sprach Michael Köhlmeier am 4. Mai in der Wiener Hofburg. Doch seine Rede hallte durch das ganze Land. Eindringlich und klar wandte er sich gegen all die Politiker, die derzeit fast im Wochenrhythmus antisemitische und rassistische Äußerungen von sich geben. Erstmals sind in diesem Band politische Reden des Erzählers Michael Köhlmeier zu lesen. Ein unerschrockener Kommentar zu der Politik unserer Tage, in der Verleumdung und Niedertracht hoffähig geworden sind. Ein wortmächtiger Appell, sich der Verheerungen des Faschismus bewusst zu bleiben und sich zu empören - über den schleichenden Verfall unserer politischen Kultur.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 27.12.2018
Nachdem er den Band mit vier der jüngsten Reden gelesen hat, hält Rezensent Harry Nutt den österreichischen Autor Michael Köhlmeier für einen "politisch empfindsamen Zeitgenossen": In allen vier Ansprachen setzt Köhlmeier sich mit der neurechten Rhetorik auseinander, meint Nutt, und macht seinem Unbehagen ihr gegenüber deutlich Luft. Laut Rezensent hält er der Sprache der Diskriminierung eine "aufmerksame Gereiztheit" entgegen, etwa wenn er auf dem österreichischen Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus am 4. Mai 2018 die anwesenden Regierungspolitiker der FPÖ direkt mit "Erwarten Sie nicht, dass ich mich dumm stelle" anspricht.
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