Maximilian Woloschin

Die Pfade Kains

Ein Poem. Russisch-Deutsch
Cover: Die Pfade Kains
Pforte Verlag, Dronach 2004
ISBN 9783856361570
Gebunden, 192 Seiten, 19,00 EUR

Klappentext

Aus dem Russischen von Alexander Nitzberg. Maximilian Woloschin (1877-1932) gilt als einer der bedeutendsten Dichter des "Silbernen Zeitalters" der russischen Lyrik. In seinen Anfängen dem Symbolismus verfallen, entwickelte er sich bald zu einer eigenständgen Stimme, deren beinahe prophetische Wucht nach der Oktoberrevolution sowohl die "Roten" als auch die "Weißen" aufhorchen ließ. Neben der Literatur beschäftigte sich Woloschin intensiv mit der Malerei, der Bildhauerei und dem Okkultismus.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 27.04.2005

Maximilian Woloschin wird uns von Olga Martynova als schillernde und legendäre Persönlichkeit vorgestellt: eine personifizierte, kulturelle Institution im Russland des frühen 20. Jahrhunderts, in dessen Haus zahlreiche Autoren Gast sein durften, befreundet mit Ossip Mandelstam und Marina Zwetajewa, mit deren künftigen Mann er sich duellierte, polyglott, während der Revolution "humanitär neutral" gegenüber Weißen und Roten, weshalb seine Gedichte in der Sowjetunion später nicht publiziert werden durften. Woloschins literarischer Nachlass ist sehr vielseitig, weiß Martynova. Mit dem Poem "Die Pfade Kains" hätte der Dichterfürst seinen okkulten, religiösen und kulturhistorischen Interessen Tribut gezollt, die aber typisch waren für seine Zeit, beteuert die Rezensentin. Seine Zeit - damit ist auch der Symbolismus gemeint, der für Woloschin und seine Kollegen Programm war. Das Poem, in Wirklichkeit eine Sammlung miteinander verbundener Gedichtzyklen, so Martynova, zeige die Entwicklung von Woloschins Denken, immerhin sei es über einen Zeitraum von zwanzig Jahren entstanden. Abgehandelt werde die Entstehung und der Werdegang der Menschen - mit zivilisationskritischem Unterton. Steht zu hoffen, schließt Martynova, dass deutsche Leser bald mit weiteren Werken des russischen Symbolismus bekannt gemacht würden.

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