Max Goldt

'Ne Nonne kauft 'ner Nutte 'nen Duden

Dreizehn Texte 1991-2005. CD
Cover: 'Ne Nonne kauft 'ner Nutte 'nen Duden
Hörbuch Hamburg, Hamburg 2006
ISBN 9783899032369
CD, 19,90 EUR

Klappentext

2 CDs. Gesamtlaufzeit 155 Minuten. Autorenlesung. Aus dem Inhalt: 1. Was sind das eigentlich für Leute, die in der ersten Reihe sitzen? 2. Dem Elend probesitzen. Zwei Texte mit Bob Dylan. 3. Metrosexualität, Transparenz und die drei dümmsten Aphorismen von Oscar Wilde. 4. Ein gutes und ein schlechtes neues Wort für Männer. 5. Was man nicht sagt. 6. Ich beeindruckte durch ein seltenes KZ. 7. Der Amethyst. 8. Die Geburtstagsfeier ("jetzt"-Magazin-Tagebuch 1998). Zwei Texte über das Nennen des Namens. 9. Volkstrauertag in Neustadt am Rübenberge. 10. Tropfen, Klingeln und die üble Weiterleiterei. 11. Die Verachtung. 12. Wenn Torte von Menschen bewegt wird.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.08.2006

Nonnen und Nutten kommen nicht vor in den Texten, die der Autor Max Goldt hier liest. Auf den Klang kommt es an, die Alliterationen. Der Rezensent Martin Halter liest die hier versammelten Lektüren des Dichters auch als Selbstinterpretationen. Aus den Originalaufnahmen vor Publikum, so seine Vermutung, ist das Schenkelklopfen der über das Maß Amüsierten getilgt. Denn auf das Maß und die Subtiliät kommt es Gold an, der sich auf feinste Unterscheidungen zwischen dem guten und schlechten Geschmack viel zugute hält. Leise amüsiert folgt ihm der Rezensent auch fast überall hin. Manchmal aber wird es ihm dann doch ein bisschen viel und er nimmt die "gesuchten Kostbarkeiten" Goldts mit vorsichtiger Ungnade zur Kenntnis. Das ändert aber nichts daran, dass er den Autor für einen "begnadeten Sprach- und Sprechkünstler" hält.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 03.05.2006

Wenig überrascht zeigt sich Christiane Zintzen von diesen auf CD-versammelten Kolumnen: Wie immer trägt Goldt seine "betulichen" und "tantenhaft räsonierenden" Maximen und Kommentare zur Bewältigung des Alltags vor, und wie immer laufen seine Glossen erst im mündlichen Vortrag zu voller Form auf. Würde man allerdings Gelächter und Zwischenrufe des geneigten Publikums abziehen und den Autor ins Studio bitten, dann käme nach Meinung Zintzens jene Melancholie viel stärker zum Vorschein, die den eigentlichen Reiz des "Goldtschen Anti-Kabaretts" ausmacht. Denn eigentlich liegt der Witz "just in der stumpfen Pointe die alles meint, und nichts trifft", die gerne abschweift und "schließlich im Nonsens landet".
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