Übersetzt aus dem Italienischen von Martin Hallmannsecker. Am Rande eines sizilianischen Dorfes leben die Brüder Antonio und Paolo, 19 und 22 Jahre alt. Allein, seit ihr Vater gestorben ist und ihre Mutter das Haus verlassen hat. Gemeinsam haben sie ein tägliches Leben aufgebaut, das zwar prekär ist, aber zu funktionieren scheint. Sie leben von Tag zu Tag, sie machen weiter in einer Gegenwart, die es nicht erlaubt, zukünftige Projekte auszuarbeiten. Dann, an einem scheinbar ruhigen Tag, bricht etwas zusammen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.04.2022
Cornelius Wüllenkemper mag sich nicht in den Chor der Lobenden einreihen angesichts von Mattia Insolias Debütroman. Wie der junge Autor die Geschichte zweier ungleicher Brüder vor dem Hintergrund süditalienischer Tristesse und sozialer Aussichtslosigkeit erzählt, beeindruckt ihn zwar durch erzählerische Souveränität, spannungsreiche Perspektivwechsel und eine gewisse Furchtlosigkeit beim Entwerfen abstoßender Charaktere und Szenen, die Figurenzeichnung aber bleibt laut Wüllenkemper eher grob, das "sozialpsychologische Szenario" höchst schematisch (hier gut, da böse) und die Sprache ziemlich nuancenarm.
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