Gaetano Savatteri

In der Sache Maddalena Pancamo

Roman
Cover: In der Sache Maddalena Pancamo
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2006
ISBN 9783608937381
Gebunden, 282 Seiten, 19,50 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Annette Kopetzky. Haß und Blutrache prägen die Rivalität zwischen den Pancamo und den Pintacorona, angesehenen sizilianischen Familien. So steht es in einem Schreiben aus dem Jahr 1861. Ein Brief, dessen Gültigkeit bis in die Gegenwart reicht .
Der KGB-Offizier Wyshinskij gerät in Palermo in eine Mafia-Schießerei. Der Verletzte verschwindet, bis Jahre später in den USA ein Unbekannter auftaucht, der behauptet, Wyshinskij zu sein. Die Klärung seiner Identität führt mitten hinein in eine jahrhundertealte Familienfehde. Inmitten der Artikel, Chroniken und Dokumente, die Gaetano Savatteri vor dem Leser ausbreitet, steht der tragische Unfalltod der letzten Nachfahrin der Pancamo. Die junge Maddalena ertrank 1985 unter rätselhaften Umständen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 27.04.2006

Mit einem erstaunlichen Kriminalroman habe man es hier zu tun, findet Steffen Richter, der mehr zu bieten habe als eine weitere Variation der sizilianischen Familienfehde. Im Mittelpunkt steht der ungeklärte Tod der jungen Maddalena Pancamo, deren Clan seit Generationen im Clinch mit den Pintacoronas liegt. Aufgerollt wird die Handlung an der Person des Hilfsbibliothekars Leonardo Lo Nardo, dem zusätzlich ein "verschrobenes Personal" zur Seite steht. Der Autor ziehe sämtliche Register, meint der Rezensent, von der Mafia bis zu historischen Ereignissen, die ins 19. Jahrhundert zurückgehen. Unter allen literarischen Einflüssen, die eine "Philosophie der sicilianita" begründet haben, erweist der Autor nach Meinung Richters Pirandello die größte Referenz.
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