Davide Enia

So auf Erden

Roman
Cover: So auf Erden
Berlin Verlag, Berlin 2014
ISBN 9783827012203
Gebunden, 384 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Moshe Khan. Davidùs Vater starb kurz vor seiner Geburt, und so sind es seine Mutter, seine Großeltern und sein hünenhafter Onkel, die ihn aufziehen. Die Jahre vergehen. Von Onkel Umbertino lernt Davidù die Liebe zum Boxen und zum Meer. Von seiner Großmutter, einer Lehrerin, die Liebe zu den Worten und zum Erzählen. Von Großvater Rosario, dem großen Schweiger, die Liebe zu den Pflanzen und zum Kochen. Und von Nina - von Nina lernt er einfach die Liebe. Eine Liebe, für die er immer wieder kämpfen muss - vor allem gegen sich selbst. Als Davidù schließlich für das Finale in den Ring steigt, geht es um viel mehr als nur die italienische Meisterschaft ...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.02.2015

Durchaus würzig, aber mitunter etwas kitschig findet Niklas Bender Davide Enias Debütroman, eine Knaben-, eine Boxergeschichte, eine Familiengeschichte aus Palermo, wie Bender erklärt. Dass der Roman bei so einem Thema nicht sowieso gänzlich im Kitsch versinkt, findet der Rezensent aber schon bemerkenswert. Ebenso, wie süffig sich das liest trotz all des Testosterons. Orientierungsvermögen braucht Bender auch, denn der Sizilianer Enia schreibt so verschlungen wie Palermos Gassen sind, meint er. Am Ende aber erwartet Bender noch ein spannender und spannend inszenierter Boxkampf.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 28.01.2015

Samuel Moser entgeht nicht das Klischeehafte in Davide Enias Debütroman um die Lehrjahre eines jungen sizilianischen Boxers in den 80ern. Männer sind rauh wie die Stadt Palermo, Frauen gehören gevögelt - aha, meint Moser. Für einen Roman scheint ihm das zu wenig. Gut, dass Enia seinen Text komplex baut, die Geschichte ästhetisiert, Perspektivwechsel, rasante Schnitte, Montagetechnik nutzt und dem Leser Einblick ins "butterweiche" Innere seines Helden gibt, denkt Moser. Da nämlich hausen Scham, Selbsthass und Schuldgefühle. Sprachlich überzeugt der Autor den Rezensenten mit wenig Worten.
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