Matthias Wegehaupt

Schwarzes Schilf

Roman einer Reise
Cover: Schwarzes Schilf
Aufbau Verlag, Berlin 2012
ISBN 9783351033842
Gebunden, 410 Seiten, 22,99 EUR

Klappentext

Sonntag hatte sich zehn Minuten Zeit gelassen, sein Büro zu räumen. Von globalen Prozessen war die Rede, von schmerzlichen Zwängen. Mit dem Aktenkoffer in der Hand driftet er durch die Stadt, steigt in einen Zug, lässt sich von seinem inneren Kompass auf die Insel führen, nach Usedom, Landschaft seiner Kindheit. In einer gemieteten Segeljacht möchte er am liebsten aus seinem Leben davontreiben. Unmerklich und im Takt der Wellen gleitet er aus der früheren Existenz, weg von den schwarzen Gedanken, überlässt sich dem Boot und der See, kämpft instinktiv um sein Leben und ahnt noch nicht, dass das Schiff seine Arche ist. Ein Roman, der die großen Fragen der modernen Existenz voll innerem Ernst und mit ruheloser Sehnsucht umkreist. "Er hatte einiges begriffen. Man schimpft nicht auf den Wind, der ist, wie er ist, man lernt es, ihn zu nutzen und den Böen zu begegnen."

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.11.2012

Ziemlich viele Worte für so wenig Roman liefert Matthias Weichelt in seiner Besprechung. Das Buch von Matthias Wegehaupt ist der ganzen Rede nämlich offenbar gar nicht wert. Wegehaupts Aussteiger wider Willen, der seinen Groll auf die Welt beim Segeln vor Peenemünde in die Gischt schreit, hat der Rezensent schnell über. Das Dauerlamento des wehleidigen Helden dehnt sich aber über 400 Seiten! Erschwerend wirkt laut Weichelt, dass die über Finanzkrise und Klassengesellschaft schwadronierende Figur so wenig glaubwürdig ist, weil der Autor ihr keine Kontur verleiht und keine Idee. Schlimmer noch: Auch stilistisch haut der Autor daneben, mit hölzernen Dialogen und misslungenen Formulierungen. Oje.
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