Matthias Politycki

Das kann uns keiner nehmen

Roman
Cover: Das kann uns keiner nehmen
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2020
ISBN 9783455009248
Gebunden, 304 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Am Gipfel des Kilimandscharo: Hans, ein so zurückhaltender wie weltoffener Hamburger, ist endlich da, wo er schon ein halbes Leben lang hinwollte. Hier, auf dem Dach von Afrika, will er endlich mit seiner Vergangenheit ins Reine kommen. Doch am Grunde des Kraters steht bereits ein Zelt, und in diesem Zelt hockt der Tscharli, ein Ur-Bayer - respektlos, ohne Benimm und mit unerträglichen Ansichten. In der Nacht bricht ein Schneesturm herein und schweißt die beiden wider Willen zusammen.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 20.08.2020

Was man wem "nicht nehmen" kann, darüber lässt uns Rezensent Christian Gampert im Unklaren. Klar ist aber, dass ihm das Ambivalente der beiden Hauptfiguren gefällt: Hier der todkranke bayerische Rocker Charlie, der sich um politische Korrektheit nicht schert, dort der sensible Hamburger Schriftsteller Hans, der noch an seiner ersten, gescheiterte Afrikareise knappst. Der Kritiker findet "produktiv", wie Politycki seine Helden gegen den Stachel löcken lässt und auch die Landschafts- und Stimmungsbeschreibungen haben ihm sehr gefallen. Ein wenig zu viel "Tagebuch" sei drin geblieben, aber sonst zeigt er sich sehr einverstanden mit dieser Männerkiste On the road in Afrika.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.05.2020

Wiebke Porombka bekommt mit Matthias Polityckis neuestem Roman leider keine Horizonterweiterung geboten. Dafür wühlt ihr der Autor allzu unbekümmert in der "Klischeekiste", lässt seine Holzschnitttypen pauschal von "Afrika" als Ort mangelnder Gesundheitsversorgung und lebensbedrohlicher Krankheiten palavern und bietet allerhand moralische wie ideologische Fragwürdigkeiten, warnt die Rezensentin. Die am Kilimandscharo spielende Geschichte um Grenzüberschreitungsgelüste unter Mitsechzigern kann Porombka auch ästhetisch nicht überzeugen.
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