Auch am Beginn des 21. Jahrhunderts hält die Natur für Zoologen viele spannende Fragen bereit: Wie entwickelt sich aus einer Eizelle ein Mensch? Warum gibt es Schönheit in der Tierwelt? Wie entstehen neue Tierarten und warum sterben andere aus? Von welchen Urahnen stammen wir ab? Charles Darwin versuchte solche Fragen schon vor etwa 150 Jahren zu beantworten, aber endgültig geklärt sind sie bis heute nicht. Matthias Glaubrecht eröffnet dem Leser Einblicke in die aktuelle Forschung und erklärt komplizierte Zusammenhänge. Er zeigt in diesem Buch, wie aufregend und anregend die Erforschung der Tierwelt sein kann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 05.03.2002
"Wissenschaftsjournalismus at its best". Dieses verkaufsfördernde Urteil des Rezensenten Frank Ufen hängt womöglich auch damit zusammen, dass viele der im Band enthaltenen Forschungsberichte und Essays bereits in der FR zu lesen waren. Der eigentliche Grund für das überschwängliche Lob ist freilich in der Leistung des Autors zu suchen, die "dröge Angelegenheit" der zoologischen Systematik einmal recht spannend darzubieten. Das funktioniert, so Ufen, indem Glaubrecht dem Leser die Erbsenzählerei der biologischen Klassifikation als Basis der gesamten Biologie entdeckt, aber auch, indem er dabei vom Hölzchen aufs Stöckchen kommt und sowohl das bizarre Sexualleben der Tiere schildert als auch die Genomentschlüsselung erörtert. Zusammengenommen, erklärt Ufen, ergibt das "einen exzellenten Überblick darüber, welche Erkenntnisfortschritte die biologischen Disziplinen in den letzten Jahren gemacht haben".
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