Russische und deutsche Autorinnen beleuchten in diesem Band die gegenwärtige Situation von Frauen in der russischen Politik: ihre politischen Aktivitäten und die Geschlechterpolitik in den neuen demokratischen Parteien und Institutionen, Parteiprogramme, Geschlechterbilder der Akteure, zivilgesellschaftliche Organisationen und die russischen Frauenbewegungen in den Regionen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 15.10.2001
Gemma Pörzgen ist von diesem Sammelband, der in 12 Aufsätzen von russischen Politikerinnen und Wissenschaftlerinnen die Gender-Politik und die Situation von Frauen im postkommunistischen Russland diskutiert, sehr angetan, auch wenn die Ergebnisse dieses Buches eher "desillusionierend" sind. Sie lobt die einzelnen Beiträge, die 1999 aus Anlass einer Konferenz in Moskau entstanden sind, für ihre "differenzierten" Darstellungen und sieht in dem Buch "beispielhaft Theorie mit konkreter Anschauung" verbunden. Besonders die Herausgeberin lobt sie für ihre "überzeugenden" Erklärungen, warum die "patriarchalen Deutungsmuster" auch in liberalen Kreisen im heutigen Russland so wirksam sind. Im Kapitel von Eremitschewa und Sdrawomyslowa findet die Rezensentin "eindrucksvoll" die Arbeit des "Komitees der Soldatenmütter" vorgestellt, bei Meschtscherkina und Luchterhand-Michalewa detailliert über Geschlechterordnung und das "ambivalente Bild" der Frau in der Politik informiert.
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