Martin Prinz

Ein Paar

Roman
Cover: Ein Paar
Jung und Jung Verlag, Salzburg 2007
ISBN 9783902497284
Gebunden, 180 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Früher, da war sie noch in der Morgendämmerung aufgebrochen, um Stunden später im Stoppelgras irgendeines Gipfelhangs zu liegen, im Sommerwind, die Hände hinter dem Kopf verschränkt, als wäre sie die einzige, für die es keinen Alltag gäbe. Nun hat dieser Alltag sich eingestellt, komfortabel allerdings: Sie hat einen Mann, um den man sie beneidet, einen Beruf, der fordert, aber nicht zu sehr, einen Freundeskreis, der weiß, wie man Abende arrangiert und welchen Wein man dann serviert - wie viele dieser Generation. Sie könnte glücklich sein, war es vielleicht auch, bis sie einem Mann begegnete, der Sehnsucht weckte. Die alte? Eine neue?

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 18.08.2007

Durchaus wohlwollend äußert sich Margret Fetzer über Martin Prinz' Roman "Ein Paar", aber so richtig erwärmen kann sie sich für das Buch nicht. Die Lektüre des Romans über außereheliche Affären, Karrieresprünge, Extremsport, eine Autofahrt und ein Bergunglück nämlich scheint ihr doch recht mühselig. So reiße der Autor in jedem Kapitel neue Themen an und werfe neue Fragen auf, ohne sie zu beantworten. Offen bleibe etwa die Frage, wer denn nun das Paar sei, um das es dem Titel nach geht. Ob sie das allerdings als Stärke oder als Schwäche ansehen soll, weiß Fetzer nicht. Besonders hebt sie den Wechsel zwischen der Vermitteltheit von Zeitungsberichten, E-Mails und Textnachrichten und der Unmittelbarkeit des Extremen, zwischen der ehelicher Geborgenheit und riskanten Affären, zwischen Wellness-Spaß und einsamen Ausfahrten. Trotz des "reizvollen" Lokalkolorits und der gelegentlichen sehr schönen Formulierungen scheint ihr "Ein Paar" insgesamt eher ein "anstrengendes" Buch.
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