Thukydides

Der Peloponnesische Krieg

Cover: Der Peloponnesische Krieg
Artemis und Winkler Verlag, Düsseldorf 2002
ISBN 9783760841038
Gebunden, 644 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

Herausgegeben und übersetzt von Georg Peter Landmann. Stehen in Herodots »Historien« die Perserkriege (4921-479 v. Chr.) im Mittelpunkt, so widmet sich Thukydides der Auseinandersetzung zwischen Athen und Sparta um die Vorherrschaft auf dem griechischen Festland. Seine Darstellung ist - wie die des dritten großen griechischen Historikers: Xenophon - die eines Beteiligten: Im Jahr 425/424 befehligte er als Stratege (Heerführer) die Truppen der Athener. Nach einem Misserfolg wurde er verbannt. Im Exil schrieb er seine Darstellung des Krieges, die mit der Niederlage seiner Heimatstadt endet.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.04.2003

Rezensent Burkhard Müller zeigt sich erfreut von der Neuausgabe von Thukydides' "Peloponnesischem Krieg", die nun in der "bewährt soliden und schönen Ausstattung" der Reihe "Bibliothek der Alten Welt" vorliegt. Wie Burkard ausführt, hat Thukydides die Komplexität dieses fast dreißig Jahre, von 431 bis 404 vor Christus währenden Krieges eingehend darstellt. Das Werk markiert für Müller im Vergleich zum Werk seines Vorgängers Herodot einen großen Fortschritt in Richtung auf die wissenschaftliche Wahrheit. Gerade weil er sich des Urteils enthalte, flöße Thukydides einen unwiderstehlichen Drang ein, ihn zu deuten, hält Müller fest. Für uns Heutige zeigt Thukydides nach Einschätzung Müllers, dass man sich über den Gewaltcharakter des Staates, jedes Staates, keine Illusionen machen sollte, der spätestens im Krieg rein hervortritt. Die Sprache der Neuausgabe, die Georg Peter Landmann herausgegeben, übersetzt und mit einem "gedankenreichen Nachwort" versehen hat, ist nach Müllers Ansicht von einer "angemessenen Konservativität", allenfalls ein paar besonders altertümliche Wendungen hätte man seines Erachtens dem heutigen Standarddeutsch anpassen können. Etwas bedauerlich findet er, dass der Kommentar ein wenig knapp geraten ist und eine angesichts der komplexen räumlichen Verhältnisse nötige Landkarte fehlt.
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