Aus dem Spanischen von Hans-Joachim Hartstein. Mit seinem Leben als Sohn einer einfachen Hausangestellten in Argentinien will sich Juan Maria Perrone nicht zufrieden geben. Als er einen französischen Gemäldekopisten kennen lernt, kommt ihm die Idee, sich völlig neu zu erfinden. In der Gestalt des Marquis de Valfierno mischt er sich unter die feine Gesellschaft der Belle Epoque und verkauft Kopien des begabten Fälschers als Originale, um schließlich seinen spektakulärsten Coup zu planen: Leonardo da Vincis Mona Lisa aus dem Louvre zu stehlen ...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.02.2007
Rezensent Uwe Stolzmann hat Martin Caparros' Roman über einen Hochstapler, der die Mona Lisa stiehlt und die gesamte Kunstwelt narrt, mit großer Begeisterung gelesen. Er würdigt das Buch als "charmantes Phantasiestück" und preist seinen "Wortwitz" und seine subtile Ironie ebenso wie die treffende Psychologie der Figuren. Wie schon in Caparros' vorangehenden Büchern spielen für Stolzmann auch hier wieder die Themen Identität und die Unsicherheit von Selbst- und Fremdbildern eine Hauptrolle. So versteht er die höchst lebendig erzählte Geschichte um den Hochstapler Valfierno auch als Verwirrspiel, in dem Wahr und Falsch, Gut und Böse, Original und Fälschung verschwimmen: "Caparros beschreibt den Kunsträuber als Künstler, feiert die Kopie als Basis der Zivilisation und argumentiert dabei so überzeugend, dass man fast zustimmen möchte." Fazit des Rezensenten: ein Meisterwerk, "selten makellos" und ohne "falschen Zungenschlag".
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