Marlene Dietrich, Friedrich Torberg

Schreib. Nein, schreibt nicht

Briefwechsel 1946-1979
Cover: Schreib. Nein, schreibt nicht
Synema Verlag, Wien 2008
ISBN 9783901644283
Gebunden, 272 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Marcel Atze. "In meiner Verlorenheit hier heute morgen war es schön, Ihre Schrift zu sehen", heißt es in einem Brief Marlene Dietrichs, den sie am 10. Januar 1947 an Friedrich Torberg richtete. Die Filmdiva hatte New York, wo Torberg seit 1944 lebte, eine Woche zuvor per Schiff mit dem Ziel Paris verlassen. Doch ihre Beziehung mit dem französischen Schauspieler Jean Gabin gehörte schon der Vergangenheit an, weshalb ihr die vertrauten Zeilen Torbergs in der Pariser Hoteleinsamkeit offenbar besonders willkommen waren. Das Eingangszitat steht für eine Brieffreundschaft, die über dreißig Jahre lang anhalten sollte und die sich in über hundert Korrespondenzstücken manifestiert.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.01.2009

Wäre doch nicht nötig gewesen, winkt unser Rezensent lässig ab. "Gleichwohl schön" findet Willi Winkler, die Ausgabe des Briefwechsels zwischen Marlene Dietrich und Friedrich Torberg. Schön gemacht auch, lässt er uns wissen, samt gründlichem Kommentar. Inhaltlich reißt das Winkler dennoch nicht vom Bürostuhl. Torberg lernt er als altösterreichisch charmierenden, tröstenden Ratschlhuber kennen. Als Berater in Dietrichs Liebesdingen, als "strengen Onkel" manchmal, der im Ton schon mal zu konkreter Poesie tendiert beziehungsweise zu lodernder Eifersucht. Die Dietrich hat dergleichen wohl nicht zu bieten. In Winklers Besprechung jedenfalls bleiben ihre Briefe und ihr Ton ganz unscheinbar.

Beliebte Bücher

Juli Zeh. Pony Show - Roman. Luchterhand Literaturverlag, München, 2026.Juli Zeh: Pony Show
Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet…
Shida Bazyar. Die Lücken - Roman. Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln, 2026.Shida Bazyar: Die Lücken
Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…
Botho Strauß. Bleiben und Blicken. Carl Hanser Verlag, München, 2026.Botho Strauß: Bleiben und Blicken
In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,…
Dana Vowinckel. Anton und Alma - Roman. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Dana Vowinckel: Anton und Alma
Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…