Mark Twain trat 1878 mit einer kleinen Reisegruppe eine Europatour durch Deutschland, die Schweiz und Oberitalien an. Der erste Teil seines amüsanten Reiseberichts führt von Hamburg über Frankfurt, Heidelberg und den Schwarzwald bis zum Alpenrand und öffnet dem deutschen Leser ungeahnte Einsichten über sein Land. Vom Heidelberger Studentenleben über eine "Katzenmusik" Namens "Lohengrin" in der Mannheimer Oper, der Twainschen Version der Lorelei-Sage, die deutsche Gewissenhaftigkeit, den idyllischen Schwarzwald bis hin zur "schrecklichen deutschen Sprache", mit der der Autor sich immer wieder plagt, reichen Twains Betrachtungen. Hans Traxler hat die schönsten und skurrilsten Szenen aus Twains Deutschlandreise herausgepickt und illustriert.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 09.10.2004
Bestens amüsiert hat sich Rezensentin Susanne Ostwald bei der Lektüre von Mark Twains "Bummel durch Deutschland", das Beobachtungen und Erlebnisse seiner Deutschlandreise 1878 versammelt. Sie würdigt Twain als "brillanten Satiriker", der in den Deutschen einen "dankbaren Gegenstand" für seine "spitzigen und ungemein komischen Auslassungen" gefunden habe. Dabei bekommen laut Ostwald nicht nur Heidelberger Korpsstudenten oder Mannheimer Opernbesucher ihr Fett weg, auch deutsche Sagen werden verballhornt. Und auch der "schrecklichen" deutschen Sprache sei ein Kapitel gewidmet. Angetan zeigt sich die Rezensentin zudem von Hans Traxlers "kongenialen Zeichnungen ", die Twains "pointierte Vignetten" begleiten. Das Resümee der Rezensentin: "Das Buch liest sich in einem Zug"
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