Dieser prachtvoll ausgestattete Band versammelt Berichte von ausländischen Deutschland-Reisenden aus aller Welt über einen Zeitraum von 2000 Jahren. Wir begleiten Caesar zu den Germanen am Rhein, reisen mit Casanova nach Sanssouci, mit Hans Christian Andersen in die Sächsische Schweiz und mit dem Ehepaar Dostojewski in die Spielbank von Baden-Baden. Wir folgen Mark Twain auf Wandertour durchs Neckartal, Asta Nielsen nach Hiddensee und Thomas Wolfe aufs Münchner Oktoberfest. Die Besucher aus der Fremde erkunden ein seltsames Land und blicken verwundert auf seine Bewohner, deren Sitten und Bräuche.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.01.2018
Gustav Seibt hat viel Freude an der von Rainer Wieland herausgegebenen Anthologie. Wie nichtdeutsche Reisende von Tacitus bis Nooteboom Deutschland erlebten, kann er hier mit Lust nachvollziehen. Viel Bekanntes aber auch nie Gehörtes, wie die Schilderungen der britischen Botschaftergattin Lady Wortley Montague aus Wien 1716 oder die Erinnerungen des schwarzen US-Bürgerrechtlers W.E.B. Du Bois an seine deutsche Studienzeit bietet der Band dem Rezensenten in großer Anschaulichkeit, bereichert um Illustrationen und ein "schönes" Druckbild. Was Virginia Woolf in Bayreuth erlebte oder Frederick Forsyth mit der Stasi, lässt Seibt an Deutschland denken - mit einem Lächeln.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Dörte Hansen: Broder "Es zählt nur einer auf dem Hof, das ist der Sohn, der bleibt. Aber die anderen, die übrig sind, die zweiten, dritten, vierten Söhne und die Töchter, die nicht zählen, bleiben…