Mark Pieth

Goldwäsche

Die schmutzigen Geheimnisse des Goldhandels
Cover: Goldwäsche
Salis Verlag, Zürich 2019
ISBN 9783906195933
Gebunden, 304 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Mit zahlreichen Fotos und Illustrationen. Die Darstellung eines wirtschaftspolitischen Schlüsselthemas führt sowohl zur glitzernden Welt der Goldverarbeitung als auch zu den übelsten Minenregionen der Welt. Mark Pieth beleuchtet die historischen Wurzeln des Goldhandels und die aktuellen Lieferketten, von den Minen über die Raffinerien und geheimen Zwischenhändler bis zu den Konsumenten: den Zentralbanken, Investoren, Juwelieren und Uhrmachern. Und er offenbart die enorme Problembelastung der Goldgewinnung, die mangels verbindlicher Regulierung im Verborgenen bleibt: schwere Umweltzerstörung, Zwangsarbeit und Menschenhandel, Vertreibung, Potentatengeld und Geldwäsche. Doch während etwa die EU bestehende OECD-Richtlinien jüngst in verbindliches Recht überführt hat, setzt die Schweiz, im globalen Goldhandel führend, weiterhin auf freiwillige Selbstregulierung.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.09.2019

Rezensent Kai Ambos lernt das schmutzige Geschäft der Goldproduktion kennen mit diesem Buch des Strafrechtlers Max Pieth, der beteiligt war an der Ausarbeitung der OECD-Richtlinien zu Sorgfaltsregeln und Prüfpflichten für die Lieferung von Rohstoffen aus Konflikt- und Risikogebieten. Bei Recherchereisen zu Goldminen, etwa nach Peru oder Südafrika, musste Pieth feststellen, in welchem Umfang Menschenrechte verletzt und der Umwelt geschadet wird, informiert der Kritiker, der hier auch einiges über die Geschichte des Goldes, die Lieferkette und juristische Zusammenhänge der Goldproduktion erfährt. Pieths Forderungen nach Transparenz der Lieferkette, Verantwortungsbewusstsein der Unternehmen und weltweit einheitlichen verbindlichen Standards teilt der Rezensent.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 03.08.2019

Gold ist eine ausgesprochen blutige Angelegenheit, hat Rezensent Michael Schornstheimer in Mark Pieths Buch gelernt, dass er ausgesprochen anschaulich fand. In den großen Minen in Afrika und Lateinamerika, aus denen neues Gold heute hauptsächlich kommt, werden Erwachsene, Jugendliche und Kinder ausgebeutet, Umwelt und Gesundheit der Menschen mit Quecksilber oder Cyanid vergiftet, zählt der betroffene Kritiker auf. Im zweiten, etwas trockenerem Teil seines Buches plädiere der Jurist Pieth deshalb für verantwortungsvolle Lieferketten und internationale Regeln und Standards, so Schornstheimer. Pieths Appel gehe vor allem an die Schweiz, die eine Weltmacht im Goldhandel sei.
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