Marina Nemat

Ich bitte nicht um mein Leben

Eine junge Christin entflieht dem iranischen Terrorregime
Cover: Ich bitte nicht um mein Leben
Weltbild Verlag, Augsburg 2007
ISBN 9783898976312
Gebunden, 392 Seiten, 12,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Holger Fock und Sabine Müller. Marina war 14 Jahre alt, als Ayatollah Khomeini im Iran die Macht übernahm. In der Schule rebellierte die junge Christin gegen die islamistische Indoktrinierung, gab eine verbotene Schülerzeitung heraus. Eines Abends wurde sie abgeholt, im berüchtigten Evin-Gefängnis verhört und gefoltert. Ein Schnellgericht verurteilt sie zum Tode; in letzter Minute rettet Ali, ihr Gefängniswärter, sie vor dem Schießungskommando. Der Preis: Sie musste ihn heiraten. Erst als er von radikalen Revolutionswächtern ermordet wurde, konnte sie der Gewaltherrschaft der Islamisten entkommen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.07.2007

Als Stimme aller Insassinnen des berüchtigten Teheraner Evin-Gefägnisses und der politischen Gefangenen im Iran bezeichnet Rezensentin Karen Krüger die Autorin: Marina Nemats "nüchtern" intonierte Erinnerungen ihrer Haftzeit gewähren Krüger zugleich eine Innenansicht der iranischen Verhältnisse der 80er Jahre. Wichtig findet Krüger das Buch nicht zuletzt deshalb, weil sich diese Verhältnisse ihrer Meinung nach bis heute wenig geändert haben. Die "Willkür und Doppelzüngigkeit" der Machthaber sieht Krüger durch den rückschauenden analytischen Blick der Autorin deren eigenem jugendlichen Lebenshunger gegenübergestellt. Die Schilderungen der Gefangenschaft haben die Rezensentin sichtlich mitgenommen, das dokumentierte Miteinander der Gefangenen sei geprägt von "erschütternder Solidarität".