Aus dem Persischen von Asal Dardan. Mit einem Vorwort von Natalie Amiri. Nach dem Tod von Mahsa Jina Amini im September 2022, der landesweite Proteste auslöste, geht auch Nila auf die Straße. Die Angst ist der ständige Begleiter der Frauen, die gemeinsam für ihre Rechte kämpfen - bedroht und eingeschüchtert von der berüchtigten Sittenpolizei, die wahllos verhaftet, foltert und tötet. Nila schildert ihre persönlichen Erfahrungen als Aktivistin auf den Straßen Teherans und setzt diese in den Kontext einer langen Geschichte weiblicher Stärke in Iran. Ein mutiges Zeugnis, das einen tiefen Einblick in die gegenwärtigen Proteste und die anhaltende Unterdrückung in Iran bietet.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.02.2026
Rezensentin Susan Vahabzadeh liest das Buch von Nila als Denkmal für alle Demonstrierenden im Iran. Auch wenn vieles von dem, was die Autorin beschreibt, schon wieder von den neuesten Ereignissen überholt wurde, behält es für Vahabzadeh doch seine Gültigkeit. Nila berichtet vom Alltag des Widerstands, von Internetsperren, Gerüchten über Gewalt und allgegenwärtiger Bedrohung, so die Rezensentin. Dass die Autorin ihre Erlebnisse mit der Lebensgeschichte der Theologin und Frauenrechtlerin Tahere verschneidet, stellt die Protest im Iran in eine "lange Tradition", erkennt Vahabzadeh. Nila beleuchtet auch historische Ereignisse, wie "das Trauma von 1953", die orchestrierte Niederschlagung des Premiers Mossadegh durch die USA und Großbritannien. Ein beeindruckendes Zeugnis ist das hier, so Vahabzadeh, davon, "dass es Mütter gab, die an den Gräbern ihrer Kinder tanzten".
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