Shahrnush Parsipur

Frauen ohne Männer

Cover: Frauen ohne Männer
Suhrkamp Verlag, Berlin 2012
ISBN 9783518224717
Gebunden, 134 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Aus dem Farsi von Jutta Himmelreich. MIt einem Nachwort der Autorin. Jahre vor der Islamischen Revolution von 1979 fliehen fünf Frauen aus unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten Teherans aus ihrem Lebensunglück aufs Land. Sie geraten in ein Haus, das eine vermögende Frau sich nach der Trennung von ihrem Mann gekauft hat. Es wird zum Zufluchtsort. Ein prekäres Zusammenleben beginnt. Geschichten sind zu erzählen, Wunden zu heilen, Wünsche anzupacken. Nach einiger Zeit und vielen Turbulenzen zerstreuen sich die Frauen wieder: das Leben (und Sterben) geht weiter. Als Parsipur ihren Roman 1990 in Teheran veröffentlichte, wurde er umgehend verboten. 2009 wurde der Film "Women Without Men", den Shirin Neshat nach dem Buch drehte, bei den Filmfestspielen in Venedig ausgezeichnet.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.10.2012

Geradezu beglückt zeigt sich Stefan Weidner von Shahrnush Parsipurs Roman "Frauen ohne Männer", der, 1989 auf Farsi erschienen, nun endlich in deutscher Übersetzung vorliegt. Weidner schätzt die iranische Autorin, die im Exil in den USA lebt, als eine der wichtigsten Schriftstellerinnen ihres Landes. Die Verfilmung von "Frauen ohne Männer" - der Film erhielt 2009 bei den Filmfestspielen in Venedig einen Silbernen Löwen - hat zu seiner Freude das Interesse der westlichen Verlage geweckt. Der Rezensent stellt klar, dass das Buch wesentlich besser als der Film ist. Den fünfzehn kurzen Kapiteln, die vom Schicksal von fünf Frauen aus den 50er Jahren im Iran mit teils phantastischen Wendungen erzählen, attestiert er Tiefsinn, subtilen Witz und eine große Leichtigkeit. Die Metamorphosen, die diese Frauen erleben, haben es seines Erachtens in sich. Das Fazit des Rezensenten: große Literatur.
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