Marie-Janine Calic

Südosteuropa

Weltgeschichte einer Region
Cover: Südosteuropa
C. H. Beck Verlag, München 2016
ISBN 9783406698309
Gebunden, 704 Seiten, 38,00 EUR

Klappentext

Der Balkan - das war von den europäischen Zentren aus betrachtet immer das Fremde, Exotische und Rückständige. Marie-Janine Calic schreibt die Geschichte Südosteuropas als Weltgeschichte und hinterfragt dabei die gängigen Stereotype über die Region. Die Bewohner Südosteuropas teilen viele gemeinsame Erfahrungen, und bis heute sind ihre Schicksale wechselseitig eng miteinander verknüpft. Eine gemeinsame Identität sucht man dennoch vergeblich. Stattdessen hat sich hier eine einzigartige Vielfalt herausgebildet, die sich nicht zuletzt überregionalen Bezügen verdankt. Werden und Wandel Südosteuropas von der Antike bis zur Gegenwart werden daher in diesem Buch nicht bloß aus der Region selbst erklärt, sondern aus einer globalgeschichtlichen Perspektive neu betrachtet. Dabei zeigt sich, dass der Austausch mit dem Rest der Welt eine viel größere Rolle gespielt hat, als es in den gängigen historischen Darstellungen zum Ausdruck kommt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 18.11.2016

"Gut lesbar" nennt Rezensent Norbert Mappes-Niediek Marie-Janine Calics 700-Seiten-Wälzer über die geistigen, politischen und wirtschaftlichen Verstrickungen und Vernetzungen im Südosteuropa der letzten Jahrhunderte. Viel mehr hat er zur stilistisches Qualität des Buches nicht zu sagen, muss er auch nicht, denn es ist der informative, aufklärerische Inhalt von Calics Buch, der ihn packt und zu einem engagierten, bekräftigenden Resümee animiert. Zu Calics Leistungen in diesem Werk zählt er, dass sie große Revolutionäre, Forscher und andere Persönlichkeiten dem Vergessen entreißt, über die Zusammenhänge zwischen Rückständigkeit und Globalisierung aufklärt und die Region insgesamt etwas weiter ins Blick- und Verständnisfeld des Westens rückt.