34 Audio-CDs. Sprecher: Ulrich Noethen. Die Geschichte von Scarlett O'Hara und Rhett Butler, von der Südstaaten-Schönen und dem charmanten Ehrenmann, hat Millionen von Lesern in aller Welt begeistert, die Verfilmung mit Vivien Leigh und Clark Gable ist einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.07.2008
Den Verdacht, dieser Roman sei nichts als aufgeblähte Trivialliteratur, weist Sandra Kegel entschieden zurück, nachdem sie durchweg fasziniert 34 CDs lang Ulrich Noethen das Buch hat vorlesen hören. Natürlich, es fehle nichts, was das Herz der Unterhaltungsliteraturfans höher schlagen lässt, nicht umsonst habe sich der Roman seit seinem Erscheinen vor gut siebzig Jahren mehr als dreißig Millionen mal verkauft. Es stecke aber viel mehr drin und deutlich werde das nicht zuletzt durch das Können des Schauspielers Ulrich Noethen. Diesem gelinge es nämlich, sowohl das "Miststück" Scarlett O'Hara zur empathiewürdigen und vor allem in ihrer ganzen Komplexität sichtbaren Figur zu gestalten. Sehr angenehm findet Kegel auch Noethens grundsätzlich distanzierte Haltung zu den überbordenden Gefühlen des Romans - und auch die ausdrücklich markierte Relativierung des unerträglichsten Aspekts: seiner Verherrlichung einer Sklavenhaltergesellschaft.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.06.2008
Wilhelm Trapp weiß natürlich um die Einwände gegenüber diesem 1936 publizierten Liebesroman-Klassiker von Margaret Mitchell, den Ulrich Noethen nun in einer 43 Stunden währenden Aufnahme eingelesen hat. Ja, die Charaktere sind überzeichnet, das Buch trieft nur so von Südstaaten-Nostalgie, die Erzählweise ist alles andere als modern und die Art, wie Mitchell die schwarzen Sklaven als treue "Kindsköpfe" schildert, die in Wahrheit ihre weiße Herrschaft 'besitzen', muss man einfach "ekelhaft" nennen, gibt der Rezensent zu. Dennoch verstehe es die für diesen Roman mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Autorin meisterhaft, Spannung aufzubauen und ihre Figuren mitreißend zu schildern, muss Trapp einräumen, der auch zu würdigen weiß, dass Mitchell bei ihren weiblichen Charakteren emanzipatorische Töne anklingen lässt. Auf jeden Fall hat dem Rezensenten Noethens Art gefallen, die mitreißende Geschichte mit großer Zurückhaltung zu lesen, was vielleicht dem enormen Umfang des Romans geschuldet ist.
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