Marco Wanda
Dass es uns überhaupt gegeben hat

Paul Zsolnay Verlag, Wien 2025
ISBN 9783552075962
Gebunden, 288 Seiten, 18,99 EUR
ISBN 9783552075962
Gebunden, 288 Seiten, 18,99 EUR
Klappentext
On the road mit Marco Wanda! Der Bandleader und Songwriter von "Wanda" hat ein Buch geschrieben. Er erzählt die Geschichte eines Erfolgs und verschweigt nicht den Preis, den man dafür zahlt, er erzählt von Wien und den Menschen, die diese Stadt ausmachen, von einer Künstlergeneration, die "zum lebenden Kult" geworden ist. Ein Buch über einen, der mehr erreicht hat, als er sich jemals vorstellen konnte - und der überlebt hat. Ein Buch über Tod und Verlust, über Musik und Freundschaft.
Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 04.09.2025
Rezensentin Marie Schoeß mag den Debütroman von Wanda-Sänger Marco Wanda, auch, weil er in jeder Hinsicht so "bescheiden" ist. Dabei liest die Kritikerin das Buch als "Bekenntnisliteratur" - und zwar nicht, weil der Autor und Musiker von Erfolg, Drogen, Rausch und Sucht erzählt. Das kennt die Rezensentin aus anderen Bandbiografien. Dieses Buch aber besticht durch die lückenlose und eher mündliche als literarische Aufzählung von Höhepunkten, die gerade dadurch die Leere und den Schmerz offenkundig werden lässt: Höhepunkte in Serie büßen bald an Intensität ein, bemerkt Schoeß. Darüber hinaus gefällt ihr gut, wie feinsinnig Wanda kleine, auch zärtliche Momente im Bandalltag notiert. Und dass er die Erfolgsgeschichte von Wanda nie verklärt, macht der Kritikerin den Autor noch sympathischer.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.08.2025
Rezensent Benedikt Karl liest Marco Wandas Debüt als schonungslose Selbstbefragung. Entstanden aus privaten Notizen aus seiner Zeit als aktives Mitglied der Band "Wanda", klingen die Sätze "mal lakonisch, mal bedrohlich" und entfalten hinter der Schlichtheit eine zweite Ebene: die Suche nach künstlerischem Ausdruck. Konzerte erscheinen Wanda als "Hochhalten des Lebens", zugleich aber beginnt mit dem Ruhm ein "andauernder Kontrollverlust". Alkohol, LSD, Kokain - der Rausch wird zum Alltag: "Man richtet sich hin und glaubt, man feiert das Leben." Karl betont die stärksten Passagen über Sucht und Schuld, etwa nach dem frühen Tod enger Weggefährten. Dass Wanda inzwischen trocken ist, verleiht dem Buch eine zusätzliche Dimension: Es ist nicht nur die Geschichte einer Band, sondern auch ein Protokoll der Selbstzerstörung und ihrer Überwindung.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.08.2025
Marc Baumann hält den Leadsänger Marco Wanda für einen passablen Buchautor. Über allzu schnellen Erfolg, Drogen und Absturz kann Wanda schreiben, als stünde er auf der Bühne, findet Baumann. Die Geschichten von Exzess und Läuterung kreisen nicht um die Band, sondern um Wanda. Eine Ein-Mann-Show, der Baumann etwas abgewinnt, weil der nicht eben neue Plot rasant, selbstreflexiv und für jeden verständlich erzählt wird. Vielleicht hat die Klasse ja auch damit zu tun, dass Wanda sich auf die von seinem Vater, einem ehemaligen Journalisten, dokumentierte Karrieregeschichte des Sohnes stützen konnte.
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