Wienpop

Fünf Jahrzehnte Musikgeschichte - erzählt von 130 Protagonisten
Cover: Wienpop
Falter Verlag, Wien 2013
ISBN 9783854394730
Gebunden, 400 Seiten, 39,90 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Walter Gröbchen, Thoas Mießgang, Florian Obkircher und Gerhard Stöger. "Wienpop" erzählt die Geschichte der Wiener Popmusik, von den ersten Vorläufern des Rock 'n' Roll in den Fünfzigerjahren bis hin zum Ausklingen des Hypes um die lokale Elektronikszene kurz nach der Jahrtausendwende. Die Autoren, vier langjährige Beobachter des österreichischen Popgeschehens, haben mit rund 130 Protagonisten gesprochen und fünf Jahrzehnte Wiener Popgeschichte in Form einer Interviewcollage zu einer vielstimmigen Erzählung verdichtet. So spannt sich der Bogen von Musikern wie der Worried Men Skiffle Group, Novak's Kapelle, Al Cook und Drahdiwaberl bis zu Wolfgang Ambros, André Heller, den Schmetterlingen und Marianne Mendt; von Chuzpe, Blümchen Blau, Minisex und dem Hotel Morphila Orchester bis zu Kruder & Dorfmeister, Patrick Pulsinger, Ilsa Gold und Christian Fennesz. Wienpop beleuchtet auch die Orte, die in einem wesentlichen Zusammenhang mit den diversen Wiener Popszenen standen und stehen, wie die Fledermaus, die Camera, die Arena, die Gassergasse, die Blue Box, das Chelsea, den Volksgarten, das Flex und das rhiz.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.07.2013

Großes Lob schüttet Max Fellmann aus über diesem Prachtband zur Geschichte des Wiener Pop. Dass hier heterogen historisiert wird, ist aber eben nicht der Fall, stellt Fellmann klar. Die für ihn dankenswerterweise zur Hauptsache selbst zu Wort kommenden Protagonisten der Wiener Szene, bekannte und unbekannte, klöppeln also nicht an einem einheitlichen Bild. Wenn es dennoch etwas gibt, was so unterschiedliche Künstler, wie Falco und Peter Kruder verbindet, dann, so meint Fellmann zu erkennen, ist es der Wiener Schmäh, eine gewisse Lässigkeit im Umgang mit den Dingen. Was lernt Fellmann noch: Dass die Herausgeber viel Fleiß aufgewendet haben, um 130 Musiker, Produzenten, DJs etc. zu befragen. Dass der Austropop Bezüge zum Nachkriegskabarett erkennen lässt. Und dass trotz aller Erfolge eine Art Minderwertigkeitskomplex im Wienpop existiert.

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