Afrikas Terroristen machen weltweit Schlagzeilen: Im September 2013 attackierte die al-Shabaab-Miliz ein Einkaufszentrum im kenianischen Nairobi und tötete mehr als 60 Menschen. Mali wird von al-Qaida-Zellen aus der Sahara bedroht ein Konflikt, der auch auf die Nachbarländer ausstrahlt. Die EU warnt vor einer "Bedrohung für Europa". Auch die Bundeswehr ist bereits vor Ort. Woher kommen diese Terroristen, warum sind sie so erfolgreich und wie finanzieren sie sich? Marc Engelhardt weist nach, dass Ideologie und Religion oft zweitrangig geworden sind. Söldnertum gehört ebenso zu den Geschäften der Terroristen wie Piraterie, Drogen- und Menschenhandel oder Kidnapping. Eine neue Form der organisierten Kriminalität ist entstanden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 02.06.2014
Für Thomas Schmid bringt das Buch des Journalisten Marc Engelhardt etwas Klarheit in Sachen Heiliger Krieg. Dass dahinter vor allem Profitgier steckt, lernt Schmid bei diesem Autor, der sieben Jahre lang Reporter in Nairobi war und in Somalia, Uganda und Mali für sein Buch recherchiert hat. Was hinter radikalen religiösen Bewegungen steckt, organisierte Kriminalität nämlich, Schutzgelderpressung und Schmuggel, erläutert Engelhardt dem Rezensenten. Nach dieser aufschlussreichen Lektüre scheint Schmid die vom Autor ausgegebene Empfehlung, die Finanzquellen der Islamisten trockenzulegen, als bedenkenswerter Lösungsvorschlag.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.05.2014
Ausgesprochen nachdrücklich legt uns Rezensent Michael Bitala dieses Buch des Journalisten Marc Engelhardt ans Herz, der viele Jahre in afrikanischen Ländern als Korrespondent gearbeitet hat. Engelhardt versteht die in Afrika wütenden Terrorgruppen - Boko Haram in Nigeria, die LRA in Uganda oder al-Shabaab in Somalia - nicht als Speerspitzen eines religiösen Kampfes, sondern als Banden Organisierter Kriminalität, die aus dem "globalen Geschäft mit der Angst" Profit schlagen. So beschreibt er etwa laut Rezensent, wie Boko Haram sich vom Meistbietenden für Auftragsmorde, Anschläge und Chaos anheuern lassen, während gleichzeitig die lokalen Militärs Unsummen Geld aus dem Staat ziehen, ohne es wirklich in den Kampf gegen die Terrormilizen zu stecken. Der Spur des Geldes zu folgen, war für Journalisten schon immer eine gute Devise, und auch in diesem Fall findet Bitala die gründlichen Recherchen in diese Richtung sehr aufschlussreich. Zustimmen kann er auch der Schlussfolgerung des Autors, dass nicht Militärs gegen diese Organisierte Kriminalität helfen, sondern funktionierende Institutionen und Rechtsstaatlichkeit.
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