Wo ist der dunkelste Ort Deutschlands? Und ist es möglich, nur mit den Augen einen Kometen zu entdecken? Zwei junge Männer gehen gemeinsam auf die Suche: Der unentschlossene Philipp, der weder beruflich noch privat Fuß fasst und dessen Comicfigur Monsieur Lamarre mehr erlebt als er selbst. Und Tom, der sich mit Haut und Haar der Astronomie verschrieben hat, im tiefsten Innern aber ein Abenteurer und Romantiker ist. Gemeinsam bereisen sie ihre eigene Landkarte der Dunkelheit ihr Weg führt sie von Süddeutschland nach Kalifornien, wo sie auf die alten Helden der Astronomie treffen, die stundenlang ausharren für den perfekten Anblick eines Sternhaufens.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.07.2012
Geradezu ins Schwärmen gerät Matthias Waha über dieses Romandebüt seines Journalistenkollegen Marc Deckert, der darin die Geschichte einer Freundschaft erzählt oder, wie man vielleicht sagen muss, einer Münchner Freundschaft: Tom und Philipp, erfahren wir vom Rezensenten, suchen nach einem Platz im Leben und ein bisschen Transzendenz, weswegen sie sich nicht mit Schiffsparties auf dem Ammersee begnügen, sondern mit einem Teleskop "im großen glitzernden Universum" neue Kometen aufzuspüren versuchen. lässt sich Der Rezensent Waha lässt sich von dieser, wie er findet, sehr heutigen Form der Weltflucht mitreißen: "Wen kümmert da das nächste Großprojekt oder die Wäsche, die noch aufs Bügeln wartet."
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