"Ganz gleich, welchen Moment in der Zeit man wählt, man muss etwas Einmaliges in ihm finden - und es gibt unendlich viele Wahlmöglichkeiten." Über den Augenblick und seine paradoxen Beziehungen zu Wahrnehmung und Zeit, Bewegung und Freiheit. Dass die Wirklichkeit in jedem Augenblick eine irreduzible Individualität besitzt, bildet den Kerngedanken dieses Essays.
Sehr beeindruckt, fast emotional berührt zeigt sich Rezensent Ijoma Mangold von diesem kleinen Büchlein eines jungen Philosophen. Wie kann man die Zeit fassen - im Leben wie im Denken, werde hier gefragt. Und dann umkreist der Autor sein Thema mit berückenden Sprachbildern, die tatsächlich, so der Kritiker, mehr von dem erfassen, was wir Zeit nennen, als es jede Abstraktion es könnte. Vielmehr ist es genau das, das Absehen vom Konkreten, das hier als Feind des Augenblicks ausgemacht wird, so lernt der Rezensent.
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