Lutz Maeke

DDR und PLO

Die Palästinapolitik des SED-Staates
Cover: DDR und PLO
Walter de Gruyter Verlag, München 2017
ISBN 9783110547894
Gebunden, 549 Seiten, 79,95 EUR

Klappentext

Erich Honecker und Jassir Arafat - eine echte Männerfreundschaft. Oder war alles ganz anders? Fast 30 Jahre nach dem Ende der DDR liegt mit dieser Studie national wie international die erste wissenschaftliche Gesamtdarstellung der ostdeutsch-palästinensischen Beziehungen vor. Ihre Ergebnisse stellen beinahe alle bisher als unstreitig geltende Befunde der PLO- und Palästinapolitik der DDR infrage.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 13.12.2017

Kevin Zdiara erfährt aus der umfassenden Studie des Historikers Lutz Maeke Wissenswertes über das Verhältnis der DDR zur PLO. Minuziös erscheint ihm Maekes Arbeit, die auf Archivmaterial und Gesprächen mit Zeitzeugen basiert, wie Zdiara anmerkt. Herausragend aus der Literatur zum Thema findet er den Band aufgrund der Differenzierung, mit der der Autor das Verhältnis darstellt. Klar und eindeutig war es nicht, lernt der Rezensent. Der Kernthese des Autors folgend, wonach das Handeln der DDR nur im Kontext ihrer Beziehungen zu Syrien verständlich wird, vermisst der Rezensent bei aller Realpolitik die ideologische Seite. Der Antizionismus der DDR bleibt leider unterbelichtet, berichtet er. Arafats Taktieren zwischen dem Westen und der DDR wird hingegen deutlich, so Zdiara.