Lorenz Aggermann (Hg.)

"Landschaft mit entfernten Verwandten"

Festschrift für Heiner Goebbels
Cover: "Landschaft mit entfernten Verwandten"
Neofelis, Berlin 2018
ISBN 9783958082182
Paperback, 290 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Heiner Goebbels, Musiker, Komponist, Soziologe, Regisseur, Autor, Theatermacher, Medienkünstler, Kurator, Intendant... und nicht zuletzt seit 1999 Professor am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft (ATW) in Gießen, hat mit seiner akademischen Arbeit und seinem künstlerischen Œuvre zahlreiche Personen, mittlerweile gar Generationen, angeregt und beeinflusst (und tut es weiterhin). Die Beiträge der Festschrift entfalten daher eine Landschaft, die sich durch die Zusammenarbeit und Auseinandersetzung mit Heiner Goebbels herausgebildet hat, und ihm als Mentor, Kollegen, Mitstreiter und Fürsprecher gewidmet ist. Diese Landschaft, in der Bilder und Partituren, künstlerische und wissenschaftliche Texte, Beobachtungen und Widmungen unverbunden nebeneinander stehen, möchte dazu einladen, Unerwartetem zu begegnen, Entdeckungen zu machen und diese Erfahrung zu teilen, um so als Leserin und Leser womöglich selbst in das Spiel von angenommener und fiktionaler Verwandtschaft einzutreten.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 15.06.2018

Julian Weber entdeckt in der von Lorenz Aggermann, Eva Holling, Philipp Schulte u. a. herausgebenen Festschrift für Heiner Goebbels viel mehr als nur eine Festschrift. Das Kollektive im Werk des Komponisten und Regisseurs scheint Weber hier aufzuscheinen, wenn die Texte von Weggefährten, Kollegen und Schülern des Künstlers untereinander Bezug nehmen. Dass so ein Buch nicht einfach chronologisch Goebbels' Karriere folgt, sondern als "wuselndes" Durcheinander daherkommt, macht die Lektüre für Weber eher attraktiver, entwickelt sich laut Rezensent doch ein "konziser Flow", der sich unter anderem um eine etymologische Untersuchung des Wortes Geschmack dreht und als Gedicht oder Kartografie oder Fotostrecke seinen Niederschlag im Buch findet.

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