Das Buch besteht zum Teil aus den philosophischen Überlegungen des fiktionalen Autors Johannes Philologus zu einem Fragment, das - ohne sein Wissen - mit bestimmten Stellen des Tractatus übereinstimmt. Johannes Commentarius, der andere fiktionale Autor, schreibt ein Vorwort und einen Kommentar zum Aufsatz des Philologus. Durch die Strategie der anonymen Autorenschaft will der Verfasser des vorliegenden Buches das traurige Schicksal anderer Philosophen vermeiden, sich in das Paradox zu verwickeln, den Sinn der unsinnigen Sätze des Tractatus angeblich erklärt zu haben. Statt dessen will er seinem Leser überlassen, die Leiter, die Philologus` und Commentarius` Texte zusammen bilden, hinaufzusteigen, um sie wiederum am Ende wegzuwerfen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.07.2000
Logi Gunnarssons Untersuchung widmet sich ganz dem frühen Wittgenstein. Es gehe wieder einmal darum, so Rezensent Matthias Kross, der paradoxen Struktur des Tractatus logico-philosophicus auf die Schliche zu kommen. Ein Kniff sei die Präsentationsstruktur: nach Art Kierkegaardscher Texte werden Dialogpartner mit sprechenden Namen zur Diskussion aufgeboten. Die Paradoxa und mögliche Auflösungen diskutiere der Autor "feinsinnig und scharfsichtig", optiere zuletzt aber für die Beibehaltung des Paradoxes unter Aufgabe des Anspruches auf Eindeutigkeit. Kross findet diese Wendung faszinierend und weiterführend.
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