In drei Ich-Stimmen erzählt Lilian Faschinger in ihrem neuen Roman von der farbigen Schauspielerin Magnolia Brown, ihrem Wiener Gesangslehrer Joseph Horvath und der 30jährigen Mörderin Rosa Havelka, deren bewegende Lebensbeichte aus dem vorigen Jahrhundert Magnolia in einer Truhe bei ihrer Großtante entdeckt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.12.1999
Die Hassliebe zu Wien ist die Inspiration dieses Buches, meint Meike Fessman und berichtet, wie drei zunächst unverbundene Personen von der kraftvollen Erzählerin mit psychoanalytisch geschultem Scharfsinn ins Netz der "Wiener Melange diffuser Gefühle" geknüpft werden. Die Tochter Sigmund Freuds und eine Dienstbotengeschichte aus dem 19.Jahrhundert machen einen Wiener Gesangslehrer und seine amerikanische Schülerin zu einem Paar, und die Hauptrolle übernimmt die Stadt Wien. Jedenfalls gemütlicher als das erste, vor Morden strotzende Buch der Autorin, befindet eine gut unterhaltene Rezensentin.
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