Lili Grün

Alles ist Jazz

Roman
Cover: Alles ist Jazz
Aviva Verlag, Berlin 2010
ISBN 9783932338366
Gebunden, 224 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Berlin um 1930. Die Wiener Schauspielerin Elli ist wieder einmal ohne Engagement. Die nächste Miete ist bereits überfällig und die tägliche triste Mahlzeit besteht schon seit Wochen aus Suppe. In einer von Wirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit und greller Armut geschüttelten Zeit scheint immerhin ihre neue Liebe, der solide Jura-Student Robert, eine Schulter zum Anlehnen zu versprechen. Und dann gibt es da auch noch das neue Kabarett-Kollektiv "Jazz". Gemeinsam mit einem bunten Trüppchen gleichgesinnter, mittelloser junger Künstler und Künstlerinnen hat Elli das Kabarett gegründet - aus der Not, aber mit viel Idealismus und noch mehr Hoffnung auf den großen Sprung.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 04.11.2010

Sabine Rohlf freut sich über die Wiederentdeckung dieser besonderen Autorin. Der Roman der 1904 Geborenen spiele im Berlin der Weltwirtschaftskrise, und erzähle lakonisch vom Lieben und Leiden einer sehr jungen Schauspielerin. Ein Zeitporträt und das Porträt einer frisch emanzipierten Frauengeneration, so Rohlf. Lili Grüns Berlin-Roman sei 1933 in Wien erschienen und prompt mit einem Preis ausgezeichnet worden. "Um diese Lili Grün ist mir nicht bange", habe damals der bekannte Wiener Publizist Robert Neumann in der Wiener "Neuen Presse" über die 29-Jährige geschrieben, deren Leben dann 1942 in einem Konzentrationslager bei Minsk ein gewaltsames Ende finden sollte. So wird die Kritikerin von diesen unsentimentalem Roman durch das Wissen um das Schicksal seiner Autorin doppelt berührt.