Leo Tuor

Onna Maria ni Ils antenats

Octopus Verlag, Chur 2002
ISBN 9783279005396
Gebunden, 191 Seiten, 20,50 EUR

Klappentext

Das Buch wird nur über den Verlag ausgeliefert. Fax 0041/81/252 94 66

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.01.2003

Mevina Puorger ist beeindruckt von diesem Roman, in dem es um eine Familie in der Surselva, dem Bündner Oberland, geht. Sie schwärmt von der originellen Sprachführung, mit der es dem Autor gelinge, auf "parodistische Weise die linguistische Situation des Surselvischen verschiedener Generationen" zu reflektieren: "Die Sprache der 'tats', der Großeltern, ist ihrer Zeit entsprechend noch eine mit phonetisch surselvischen, aber etymologisch germanischen Einschüben - erst die folgende Generation ab Mitte des 20. Jahrhunderts wurde angehalten, die Neuschöpfungen des modernen Wortschatzes zu gebrauchen", erklärt Puorger dem Leser. Alles in allem sorgt das offenbar für ein "aberwitziges Lesevergnügen". Auch andere Leitmotive des Erzählung versteht der Autor Leo Tuor geschickt zu verarbeiten: "Leitmotivisch wird die Geschichte der beiden Tumeras in jener von Leidensgenossen, realen und fiktionalen aus der Weltliteratur, gespiegelt und vom Autor essayhaft reflektiert". Diese verschiedenen erzählerischen Elemente sind nach Meinung der Rezensentin zu einem gelungenen Ganzen verarbeitet, in dem es vor allem um die "Tragik und Komik des Unvollständigen" geht.
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