Leda Forgo

Vom Ausbleiben der Schönheit

Roman
Cover: Vom Ausbleiben der Schönheit
Rowohlt Berlin Verlag, Berlin 2010
ISBN 9783871346767
Gebunden, 256 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Ist jemand, der als Kind nicht geliebt wurde, dauerhaft beschädigt? Lale, als kleines Mädchen von der Mutter verlassen, zieht es auch als Erwachsene vor, niemandem zur Last zu fallen, und bringt es im Alleinsein fast zur Perfektion. Mit ihrer überbordenden Phantasie und übersteigerten Sensibilität schafft sie sich eine eigene Welt, in der sie zwar nicht glücklich ist, aber heimisch. Als sie, hauptsächlich, um ein Kind zu bekommen, eine Verbindung mit Pit eingeht und mit ihm in die Provinz, in die Nähe seiner Eltern zieht, treffen Welten aufeinander. Die Ungarin Lale hat in eine deutsche Familie eingeheiratet, die so bieder und spießig ist, dass sie die feenhafte fremde Frau, die Bücher liebt und mit ihrem Sohn Ungarisch spricht, von Anfang an instinktiv ablehnt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.12.2010

Als "bittere Geschichte weiblicher Selbstbehauptung" liest Friedmar Apel diesen Roman von Leda Forgo. "Vom Ausbleiben der Schönheit" handelt für ihn vom ambivalenten Verhältnis einer jungen Frau zu ihrer ungewollten Schwangerschaft, von ihrer postnatalen Depression und ihrem Rückzug in eine labile Innenwelt. Die Autorin erzählt die eigentlich düstere Geschichte nach Ansicht von Apel in einem "irritierend munteren Ton" und mit "schwarzgalligem Humor". Dabei bescheinigt er Forgo einen spielerischen Umgang mit der Sprache und den Einsatz von ihm eher "fremd anmutenden Bildern". Er konstatiert eine Spannung von Inhalt und Form, in der der Roman sich entwickelt und letztlich als ein Dennoch erscheint, als Selbstbehauptung von innerer Freiheit.
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