Poésie sur Alger, 1942 geschrieben und 1950 erstmals veröffentlicht, ist eine selbstironische Auseinandersetzung Le Corbusiers mit 13 ergebnislos investierten, arbeitsreichen Jahren, in denen er sich nicht weniger als drei weitreichenden städtebaulichen Entwürfen für Algier widmete. Auf seine erste Reise nach Algerien 1931 waren zahlreiche weitere gefolgt. Der Architekt träumte davon, Algier als Südpunkt der kulturellen Verbindungslinien zwischen den Mittelmeeranrainern, zwischen Paris, Barcelona und Rom, zu installieren - als "islamischen Pol", wie er das nannte. Die Entscheidung, seine sehr persönlichen und auch selbst illustrierten Gedanken zu dem "plan directeur" für Algier zu veröffentlichen, markiert einen wichtigen Entwicklungspunkt im Œuvre Le Corbusiers. Poésie sur Alger gewährt auch heute noch einen interessanten Einblick in das Innenleben und die Gedankenwelt des Wegbereiters der Architekturmoderne.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.01.2017
Überfällig findet Ursula Seibold-Bultmann die deutsche Edition dieses illustrierten Künstlerbuches. Es enthält jene städtebaulichen Pläne, die Le Corbusier in den vierziger Jahren für das damals noch französische Algier entwarf, jedoch nie realisierte. Le Corbusier sprach Algier neben Rom, Barcelona und Paris eine Schlüsselrolle in der Mittelmeer-Kultur zu, weiß Seibold-Bultmann, und so plante er monumentale Geschäftszentren, gewaltige Hochhauskomplexe für die Algerier und schicke Wohnbauten für die französische Oberschicht. Gewisse kolonialistische Dominanz-Vorstellungen sind in den Entwürfen durchaus erkennbar, räumt die Rezensentin ein. Dennoch spürt sie als Kernelement bei Corbusier die "Poesie, führend in Sachen der Sparsamkeit und eine Meisterin der Soziabilität". Nur mit dem Lektorat ist die Rezensentin nicht einverstanden, hier moniert sie gravierende Mängel.
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