Der islamistische Terrorismus und der von den USA gegen ihn geführte Krieg stehen seit dem Attentat vom 11. September 2001 in New York welt- weit im Mittelpunkt öffentlichen Interesses. Lars Berger, als Amerika-Experte und Islamwissenschaftler kompetent wie wenige, legt, gestützt auf einen reichen Fundus amerikanischer und arabischer Quellen, die erste umfassende Darstellung in deutscher Sprache über das Wechselspiel zwischen der Politik der USA, den regionalen Bedingungen im Nahen und Mittleren Osten und der Entwicklung des islamistischen Terrorismus vor.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.02.2008
Verdienstvoll findet Gregor Schöllgen das Buch vor allem aufgrund seiner umsichtig (aus Interviews und Primärquellen) zusammengetragenen Materialfülle und wegen der doppelten Perspektive, der amerikanischen und der "nahöstlichen beziehungsweise islamistischen". Dass der Autor eine Einführung in die Anti-Terror-Politik der USA bietet, macht für Schöllgen Sinn, ebenso die - wenngleich "nicht immer originelle" - Darstellung des Verhältnisses von "modernem islamistischen Terror und amerikanischer Hegemonialpolitik". Mitunter ärgerlich findet Schöllgen die theoretischen Ausführungen Lars Bergers, wenn der Autor die Theorie nicht mit der Wirklichkeit abgleicht. Dazu gehört auch der gewählte "eingeschränkte Blickwinkel" auf die Zeit nach 1993. Wer die Anfänge der Nahost-Politik ausblendet, meint Schöllgen, kann das Thema "nicht angemessen erfassen".
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